Kurz gesagt: Auf metallenen Rohrgewinden ist Hanf mit einer zugelassenen Dichtpaste die robusteste Lösung — druckbeständig, für Gas und Trinkwasser zugelassen, und die Verbindung bleibt korrigierbar. Auf Kunststoffgewinden und Feingewinden gehört PTFE-Band (Teflonband) hin — laut Datenblatt für den einmaligen Gebrauch bestimmt, also ohne Zurückdrehen nach dem Anziehen. Der PTFE-Gewindedichtfaden verbindet beides: Metall und Kunststoff bis DN 40, DVGW-registriert und bis 45° rückdrehbar. Alle Werte in diesem Beitrag stammen aus den technischen Datenblättern von Fermit.
Die Frage „Hanf oder Teflonband?“ wird in Foren seit Jahrzehnten mit Erfahrung beantwortet. Für den Einkauf und die Beratung im Fachhandel reicht das nicht: Dort entscheiden Gewindewerkstoff, Nennweite, Medium und Zulassung — und die stehen im Datenblatt, nicht in der Erinnerung an den letzten Heizungskeller. Dieser Beitrag beantwortet die meistgestellten Fragen zu den drei Dichtmethoden mit den Herstellerangaben und leitet daraus ab, welche Dichtmittel ein Sortiment für Installation und Wartung abdecken muss.
Was dichtet besser ab: Hanf oder Teflonband?
Keines von beiden ist pauschal besser — sie sind für unterschiedliche Gewinde gemacht. Hanf (bei Fermit als Mazzoni-Flachs) ist laut Datenblatt für metallene Rohrgewinde-Verbindungen vorgesehen und wird immer zusammen mit einer Dichtungspaste verarbeitet; in dieser Kombination nennt das Datenblatt eine Druckbeständigkeit bis 200 bar und eine Temperaturbeständigkeit bis 140 °C — Materialwerte, die weit über den zugelassenen Betriebsgrenzen liegen (Gas 5 bar, Trinkwasser 16 bar, siehe Zulassung unten). PTFE-Band ist laut Datenblatt für Metall- und Kunststoffgewinde geeignet, chemisch beständig gegen aggressivste Medien, versprödet, quillt und klebt nicht und ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt.
Der praktische Unterschied liegt in drei Punkten:
- Werkstoff: Hanf für Metall. Für Kunststoffgewinde (PVC, PP, PE) nennen die Datenblätter PTFE-Band und Gewindedichtfaden („für Metall- und Kunststoffgewinde geeignet“) sowie das Kunststoff-Gewindedicht, das ausdrücklich ohne Hanf/Flachs verarbeitet wird.
- Korrigierbarkeit: Mit Neo-Fermit und Hanf eingedichtete Verbindungen „können korrigiert werden“ und sind „jederzeit demontierbar“. PTFE-Band legt sich beim Schraubvorgang in die Gewindegänge und darf danach nicht zurückgedreht werden.
- Zulassung: Die Zulassung sitzt bei Hanf nicht in der Faser, sondern in der Dichtpaste (siehe unten). Beim PTFE-Band trägt das Band selbst die Prüfnummer — aber nur bei den dafür geprüften Ausführungen.
Wann Hanf und wann Teflonband?
Die Entscheidung folgt vier Fragen, in dieser Reihenfolge:
- Metall oder Kunststoff? Metall: Hanf mit Paste, PTFE-Band oder Dichtfaden. Kunststoff: PTFE-Band, Dichtfaden oder Kunststoff-Gewindedicht — kein Hanf.
- Fein- oder Grobgewinde, welche Nennweite? Fermit trennt die PTFE-Bänder nach Klasse: FRp für Feingewinde bis DN 10 (60 g/m²), GRp für Grobgewinde von DN 10 bis DN 50 (100 g/m²). Der Gewindedichtfaden deckt Grob- und Feingewinde bis DN 40 (1 ½") ab.
- Muss die Verbindung ausgerichtet werden? Ein Fitting, das nach dem Anziehen in eine bestimmte Richtung zeigen muss, braucht ein korrigierbares Dichtmittel: Hanf mit Paste oder Gewindedichtfaden (Rückdrehung bis 45°). PTFE-Band scheidet aus.
- Welches Medium, welche Zulassung? Gas und Trinkwasser verlangen ein Dichtmittel mit der passenden Prüfung — bei Fermit tragen Neo-Fermit Universal (mit Hanf), die BAM-Bänder FRp/GRp, das GoldexBand und der Gewindedichtfaden eine DVGW-Registrierung; Neo-Fermit zusätzlich die ÖVGW-Registrierung für Österreich.
Was ist ein Gewindedichtfaden?
Ein Gewindedichtfaden ist ein Faden aus PTFE, der wie Hanf um das Gewinde gewickelt wird — aber ohne Paste; statt ihrer kommen 2 bis 3 Tropfen Gleitmittel auf den Faden. Der Fermit PTFE-Gewindedichtfaden (Art. 24013, 175 m) ist laut Datenblatt für Metall- und Kunststoffgewinde bis DN 40 (1 ½"), für Grob- und Feingewinde, und trägt die längste Prüfliste unter den hier verglichenen Dichtmitteln:
- DIN-DVGW für Gas nach EN 751-3 FRp und GRp und DIN 30660 (NV-5143BP0261); die Prüfung erfolgte laut Datenblatt bis 100 bar mit Gasen der 1., 2. und 3. Familie und mit Heißwasser — ein Prüfwert, kein Betriebsdruck
- Rückdrehung bis 45°
- Trinkwasser geprüft nach KTW-Empfehlungen, WRC-Zulassung (Großbritannien), KIWA GASTEC (Niederlande), UL Listed (USA)
- BAM-geprüft für Sauerstoff (flüssig bis 30 bar / +100 °C)
- ASTM F423 Dampf- und Kaltwasserzyklus geprüft
Einsatzbereiche laut Datenblatt: nahezu die gesamte Hausinstallation (Wasser und Gas) sowie Industrie (Dampf, Druckluft, Öle, Chemikalien). Der Faden ist demontierbar und unbegrenzt haltbar.
Was ist besser: Gewindedichtfaden oder Hanf?
Für Metallgewinde, die hoch belastet werden oder ausgerichtet werden müssen, bleibt Hanf mit Paste die Referenz — druckbeständig, korrigierbar, und die Paste verhärtet nicht. Der Gewindedichtfaden holt den Vorteil der Korrigierbarkeit (bis 45°) auf Kunststoffgewinde und in die schnelle Montage: keine Paste, kein Aufrauen des Gewindes. Wer beides in einem Sortiment führt, braucht sich nicht zu entscheiden — der Faden ersetzt in der Praxis das PTFE-Band dort, wo korrigiert werden muss, nicht den Hanf dort, wo Druck und Dimension groß sind.
Was ist besser: Gewindedichtfaden oder Teflonband?
Bei gleicher Materialbasis (PTFE) unterscheiden sich die beiden im Verhalten nach dem Anziehen. Das Band ist laut Datenblatt für den einmaligen Gebrauch bestimmt und legt sich beim Schraubvorgang in die Gewindegänge — ein Zurückdrehen zerstört den Sitz. Der Faden darf bis 45° zurückgedreht werden. Dafür ist das Band in mehr Ausführungen definiert (Feingewinde, Grobgewinde, Sauerstoff, GoldexBand) und in DN-Klassen bis 50 verfügbar, der Faden endet bei DN 40. Für Leitungen, die nach dem Verschrauben nicht mehr ausgerichtet werden müssen, ist das Band die einfachere Wahl; sobald ein Fitting eine Richtung braucht, der Faden.
Wie dichte ich ein Gewinde mit Hanf ab — und wie viel Hanf kommt aufs Gewinde?
Fermit beschreibt die Verarbeitung im Datenblatt von Neo-Fermit Universal so:
- Gewinde mit einem Lösungsmittel reinigen und mit einem Sägeblatt oder einer Metallbürste aufrauen.
- Paste auf das Gewinde auftragen (Herstellerempfehlung).
- Den Hanf gleichmäßig und stramm in das Gewinde wickeln, vom Rohrende aus nach innen. Der erste und die letzten beiden Gewindegänge bleiben frei.
- Die Menge ist richtig, wenn die Gewindespitzen noch sichtbar sind. Der Hanf darf die Rohröffnung nicht verdecken, kreuzen oder ins Rohrinnere ragen.
- Den Hanf mit einer Schicht Neo-Fermit gleichmäßig einstreichen, bis der komplette Hanf abgedeckt ist.
- Zusammenschrauben — die Verbindung kann sofort unter Druck gesetzt und bei Bedarf korrigiert werden. Überschüssige Paste abwischen.
Die Faustregel „Gewindespitzen noch sichtbar“ beantwortet die Mengenfrage präziser als jede Grammangabe: Zu viel Hanf lässt sich nicht mehr sauber schrauben, zu wenig füllt die Gewindegänge nicht.
Wie oft muss ein Gewindedichtfaden gewickelt werden?
Das Datenblatt nennt konkrete Mindestwerte: bei ½" mindestens 12 Wicklungen (Feingewinde) bis 18 Wicklungen (Grobgewinde), bei 1 ½" mindestens 16 bis 24 Wicklungen. Für andere Abmessungen wird die Wicklungszahl entsprechend angepasst; im Zweifelsfall mehr aufwickeln. Gewickelt wird beginnend am Rohranfang in Gewinderichtung, wahllos mit Überlappung, dann 2 bis 3 Tropfen des Gleitmittels auf den Faden geben und verteilen — besonders am Rohranfang ausreichend Material einsetzen.
Wie oft muss man ein Gewinde mit Teflonband umwickeln?
Das hängt von der Bandklasse ab, und genau hier entstehen die meisten Undichtigkeiten:
| Band | Gewinde | Wicklung laut Datenblatt | Anzugsmoment (Herstellerangabe) |
|---|---|---|---|
| FRp (Feingewinde, DN ≤ 10) | fein | stramm mit 50 % Überlappung, vom Gewindeauslauf zum Rohrende | — |
| GRp (Grobgewinde, DN 10–50) | grob | 5 Wicklungen mit 75 % Überlappung | 130 Nm |
| GoldexBand (DN 10–50) | grob | mindestens 3 Wicklungen mit 75 % Überlappung, Gewindekanten vorher mit Schleifpapier brechen | 140 Nm |
Für alle Bänder gilt: bei Rechtsgewinden rechtsherum, bei Linksgewinden linksherum wickeln, am Gewindeende abreißen und andrücken, und Überstände dürfen nicht in die Leitung ragen.
Warum hält mein Teflonband nicht dicht?
Die Datenblätter geben die typischen Ursachen indirekt vor:
- Zurückgedreht. Das Band ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Wird das Fitting zum Ausrichten zurückgedreht, ist der Sitz zerstört — neu wickeln oder gleich ein korrigierbares Dichtmittel nehmen.
- Falsche Klasse. Ein Feingewinde-Band (FRp, 60 g/m²) auf einem Grobgewinde DN 25 füllt die Gänge nicht; dort gehört GRp mit 100 g/m² oder das GoldexBand hin.
- Zu wenig Wicklungen. Fünf Wicklungen mit 75 % Überlappung beim Grobgewinde sind die Herstellerangabe, nicht ein Vorschlag.
- Gegen die Gewinderichtung gewickelt. Beim Einschrauben schiebt sich das Band dann zusammen statt sich in die Gänge zu legen.
- Scharfe Gewindekanten. Beim GoldexBand verlangt Fermit ausdrücklich, die Kanten vorher mit Schleifpapier zu brechen.
Ist Hanf zum Abdichten verboten? Und was hat es mit der DVGW-Zulassung auf sich?
Nein — aber die Zulassung liegt nicht im Hanf. Die Naturfaser selbst hat keine Prüfnummer. Zugelassen wird die Kombination aus Dichtpaste und Hanf: Neo-Fermit Universal ist nach DIN EN 751-2 ARp und DIN 30660 vom DVGW für die Hausinstallation von Gas und Trinkwasser zugelassen (Reg.-Nr. NV-5142BM0052), und das Zertifikat hält fest, dass die Verarbeitung „nur mit Hanf als Dichtmittelträger“ erfolgen darf. Für Österreich weist das Datenblatt die ÖVGW-Registrierung Gas-1197 und Wasser-1.218 aus, für die Schweiz die SVGW-Nummer 8512-1747.
Die Einsatzgrenzen dieser Zulassung, laut Datenblatt:
- Trinkwasser warm und kalt: 0 bis +95 °C, 16 bar
- Heizung: 0 bis +130 °C, 7 bar
- Gas: −20 bis +70 °C, 5 bar — für alle Gasarten einschließlich Erdgas und Flüssiggas
Wer also „Hanf mit DVGW-Zulassung“ sucht, sucht in Wirklichkeit eine nach EN 751-2 ARp zugelassene Dichtpaste und verarbeitet sie mit Hanf. Ein Hanf ohne Paste oder eine Paste ohne Zulassung erfüllt die Anforderung nicht.
Zwei Grenzen zieht Fermit ausdrücklich: Hanf gehört auf metallene Gewinde — für Kunststoffgewinde nennt das Datenblatt des Kunststoff-Gewindedichts die Verarbeitung „ohne Hanf/Flachs“. Und über +160 °C empfiehlt Fermit statt normalem Hanf den Aluminium-Hanf mit Grafitpaste Nivo, „da normaler Hanf bei diesen Temperaturen verzundert“ — Aluminium-Hanf ist allerdings nicht bei Gasen geeignet.
Welche PTFE-Bänder sind DVGW-zugelassen?
Nicht jedes Teflonband. Im Fermit-Programm tragen laut Datenblatt eine DIN-DVGW-Registrierung: das BonnaFlon FRp-Band (Art. 33211, NG-5143CL0270), das GRp-Band (Art. 33212, CG-5143CS0360) und das GoldexBand (Art. 33234 ff., CG 5143CS0522). Alle drei sind zusätzlich nach KTW-BWGL/KIWA für Trinkwasser geprüft und BAM-geprüft für Sauerstoff. Ihre Einsatzgrenzen sind identisch: Trinkwasser warm und kalt bis +85 °C und 16 bar, Heizung bis +125 °C und 7 bar, Gas −20 bis +125 °C und 5 bar, Flüssiggas 20 bar (GoldexBand: bis 30 bar).
Die Standardbänder FRp (Art. 24010) und GRp (Art. 24011) nennen im Datenblatt den Einsatzbereich Gas (−20 bis +125 °C, 5 bar, Flüssiggas 20 bar) und die BAM-Sauerstoffprüfung, aber keine DVGW-Registrierungsnummer. Für eine Gasinstallation, bei der die Prüfnummer dokumentiert werden muss, ist deshalb die BAM-Ausführung oder das GoldexBand die richtige Position.
Ist Loctite besser als Hanf?
Die Frage vergleicht zwei Produktklassen, die sich nicht ersetzen. Unter dem Markennamen laufen sowohl Gewindedichtfäden als auch anaerobe Flüssigdichtungen. Letztere sind eine eigene Klasse nach EN 751-1: Sie härten im Gewinde aus und dichten hochfest. Das Fermit-Pendant ist Fermitan Heizung und Trinkwasser (Art. 05002) — DIN EN 751-1 Klasse H, DVGW-Reg.-Nr. NG-5146 BU 0219, für Trinkwasser geeignet nach UBA-Information, 200 bar nach der Polymerisation, 75 ml für rund 100 Gewinde von 1".
Die Grenzen stehen im selben Datenblatt: Polymerisationszeit 1 bis 3 Stunden je nach Durchmesser, maximaler Gewindedurchmesser 2", Gewindespiel höchstens 0,25 mm, und mindestens vier tragende Gewindegänge. Anaerobe Dichtmittel sind also die Wahl für saubere, spielarme Gewinde in der Industrie und bei Wartungsarbeiten mit Zeit zum Aushärten — nicht für das ausgeschlagene Gewinde an der alten Heizungsverteilung. Dort bleibt Hanf mit Paste im Vorteil, weil er Unebenheiten füllt und sofort unter Druck gesetzt werden kann.
Warum verwenden Installateure Hanf?
Aus vier Gründen, die alle im Datenblatt stehen: Hanf mit Paste ist druckbeständig (Materialwert bis 200 bar), stabilitätsverbessernd für die Gewindeverbindung unter Druck, jederzeit demontierbar und korrigierbar — und die Paste kann sofort unter Druck gesetzt werden, verhärtet nicht und trocknet nicht ein. Auf einem alten, unebenen Metallgewinde ist das eine Kombination, die kein Band bietet. Was Installateure anstelle von Teflonband verwenden, wenn sie es nicht mehr zurückdrehen können, ist damit auch beantwortet: den Gewindedichtfaden oder Hanf mit Paste.
Die Kennwerte im Überblick
| Dichtmittel | Gewinde | Nennweite | Zulassungen (Datenblatt) | Temperatur / Druck | Korrigierbar |
|---|---|---|---|---|---|
| Hanf (Mazzoni-Flachs) + Neo-Fermit Universal | Metall | alle | EN 751-2 ARp, DIN 30660, DVGW NV-5142BM0052, ÖVGW Gas-1197 / Wasser-1.218 | Wasser 95 °C / 16 bar · Heizung 130 °C / 7 bar · Gas 70 °C / 5 bar (Materialwerte Hanf: 140 °C, 200 bar) | ja, jederzeit demontierbar |
| PTFE-Band FRp BAM (33211) | Metall + Kunststoff, fein | DN ≤ 10 | DIN-DVGW NG-5143CL0270, KTW-BWGL, BAM | Wasser 85 °C / 16 bar · Heizung 125 °C / 7 bar · Gas 125 °C / 5 bar | nein, einmaliger Gebrauch |
| PTFE-Band GRp BAM (33212) | Metall + Kunststoff, grob | DN 10–50 | DVGW CG-5143CS0360, KTW-BWGL, BAM | wie FRp BAM | nein |
| GoldexBand (33234 ff.) | Metall + Kunststoff, grob | DN 10–50 | DVGW CG 5143CS0522, KTW-BWGL, BAM, FDA 21 CFR | wie FRp BAM, Flüssiggas 30 bar | nein |
| PTFE-Gewindedichtfaden (24013) | Metall + Kunststoff, fein + grob | bis DN 40 | DIN-DVGW EN 751-3 FRp/GRp, DIN 30660, NV-5143BP0261 (Prüfung bis 100 bar), KTW, WRC, BAM, UL | Sauerstoff flüssig bis 30 bar / 100 °C | ja, bis 45° |
| Kunststoff-Gewindedicht (09119) | Kunststoff, Metall, Mischverbindungen | — | WRAS / BS 6920 Trinkwasser | 8 bar / 60 °C nach 24 h · Heizung 4 bar / 90 °C | 1/8 Umdrehung innerhalb 10 min |
| Fermitan Heizung/Trinkwasser (05002) | Metall, spielarm (≤ 0,25 mm) | bis 2" | EN 751-1 Klasse H, DVGW NG-5146 BU 0219, UBA | 200 bar nach Polymerisation | nein, härtet aus |
| Aluminium-Hanf + Grafitpaste Nivo (25717/25718, 13001) | Metall, DIN 2999 | — | nicht bei Gasen | Gewinde über 160 °C, Grafitpaste an Flanschen bis 300 °C | ja |
Alle Werte aus den technischen Datenblättern von Fermit (Stände 2017 bis 2022); die vollständigen Blätter liegen unter Fermit Datenblätter.
Was ein Sortiment für Installation und Wartung abdecken muss
Aus den Kennwerten ergibt sich eine Sortimentslogik mit fünf Positionen — nicht mehr, aber auch nicht weniger:
- Dichtpaste mit Hanf für metallene Gewinde in Gas, Trinkwasser und Heizung: Neo-Fermit Universal (150 g Tube bis 4 kg Eimer) und Mazzoni-Flachs als Zopf oder Spule. Die Sets mit Tube und Flachs-Zopf (Art. 01061, 01062) sind der Regalartikel für den Abholmarkt.
- PTFE-Band mit DVGW-Registrierung in beiden Klassen: FRp BAM für Feingewinde bis DN 10 und GRp BAM für DN 10 bis 50. Das GoldexBand deckt wie GRp den Bereich DN 10 bis 50 ab.
- PTFE-Gewindedichtfaden als korrigierbare Lösung für Metall und Kunststoff: Art. 24013, 175 m.
- Kunststoff-Gewindedicht für PVC-, PP- und PE-Gewinde — laut Datenblatt auch für chlor-, salz- und ozonhaltiges Wasser sowie Bewässerungswasser ausgewiesen: Art. 09119.
- Anaerobes Dichtmittel für spielarme Industriegewinde: Fermitan Heizung und Trinkwasser.
Für Hochtemperaturanwendungen an Kesseln und Öfen kommt der Aluminium-Hanf mit Grafitpaste Nivo dazu — für Heizungsanlagen und industrielle Anwendungen, laut Datenblatt nicht bei Gasen.
Häufige Fragen kurz beantwortet
Kann Hanf als Dichtmaterial verwendet werden?
Ja, auf metallenen Rohrgewinden und immer zusammen mit einer Dichtungspaste. Die Zulassung für Gas und Trinkwasser trägt die Paste, nicht der Hanf.
Was ist der Unterschied zwischen Gewindedichtband und Hanf?
Das Band ist ein einlagiger PTFE-Film, der sich beim Schrauben in die Gänge legt und nicht zurückgedreht werden darf; Hanf ist eine Faserpackung, die zusammen mit der Paste die Gewindegänge füllt, Unebenheiten ausgleicht und korrigierbar bleibt.
Wozu dient die Hanfpackung bei Rohrverbindungen?
Sie verbessert laut Datenblatt die Stabilität der Gewindeverbindung unter Druck und dichtet zusammen mit der Dichtungspaste das Gewinde ab.
Was verwenden Installateure anstelle von Teflonband?
Dort, wo eine Verbindung ausgerichtet werden muss, den PTFE-Gewindedichtfaden (Rückdrehung bis 45°) oder Hanf mit Paste; auf Kunststoffgewinden das Kunststoff-Gewindedicht.
Wie lange sind Gewindedichtmittel lagerfähig?
Hanf/Flachs bis zu 5 Jahre, PTFE-Bänder und der Gewindedichtfaden unbegrenzt, Neo-Fermit unbegrenzt bei trockener, dunkler Lagerung, Fermitan 18 Monate, Kunststoff-Gewindedicht 15 Monate.
Sortiment und Datenblätter
Mekisan ist Generalvertrieb von Fermit in Österreich und beliefert Fachhandel, Wiederverkäufer und Facility Management mit dem kompletten Gewindedichtungs-Programm — vom Flachs-Zopf bis zum DVGW-registrierten Band. Das Sortiment mit allen Ausführungen steht unter Fermit Sanitär & Heizung, die technischen Datenblätter unter Fermit Datenblätter. Verpackungseinheiten und Sortimentszusammenstellung stimmen wir individuell ab: Sortiment anfragen.
