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Silikonspray: Wofür es gut ist – und wo Gleitmittel hingehört

Silikonspray: Wofür es gut ist – und wo Gleitmittel hingehört

5 Min. Lesezeit

Die Antwort auf einen Blick

Silikonspray ist ein fett- und ölfreies Gleit-, Trenn- und Pflegemittel für Gummi, Kunststoff, Holz und Metall: Es hält Dichtungen, Führungen und Scharniere geschmeidig und schützt vor Versprödung und Korrosion. Für zwei Aufgaben in der Haustechnik ist es das falsche Spray: Rohrverbindungen im Trinkwasser- und Abwasserbereich brauchen ein dafür zugelassenes, silikonfreies Gleitmittel, festsitzende Verschraubungen ein Kriechöl. Und überall, wo anschließend lackiert oder geklebt wird, hat Silikon nichts verloren.

AufgabeRichtiges ProduktHerstellerangabe
Gummi- und Kunststoffteile pflegen, Türen, Scharniere, FührungsschienenSilikonspraySANIT 3095: farbloses Trenn- und Gleitmittel für Kunststoff, Holz, Gummi und Metall, schützt Gummi- und Kunststoffteile dauerhaft vor Versprödung, ohne zu fetten
Gleit- und Trennmittel in Industrie und Handwerk, auch lebensmittelnahSilikon-SprayFermit 09136: fett- und ölfrei, für Metall, Kunststoff, Gummi, Leder, Chrom; für lebensmittelnahe Bereiche geeignet, Kontakt mit Lebensmitteln vermeiden
Steckmuffen und Rohrverbindungen, TrinkwasserinstallationGleitmittel DVGWSANIT 3079: DVGW-zertifiziert, für Trinkwasserinstallationen zugelassen, frei von Silikon, Mineralöl, Säuren und Laugen, frostsicher bis −5 °C
Festsitzende Verschraubungen, Quietschen, RostlösenUniversalölSANIT 3207: Kriech- und Netzwirkung, Rostlöser, Korrosionsschutz, Kriechöl, Kontaktspray, nicht harzender Ölfilm
Leck an Gas- oder Wasserleitung findenLecksuchspray DVGWSANIT 3030: DVGW-zertifiziert, ortet Leckagen an Leitungen, Armaturen, Verschraubungen

Wofür Silikonspray gut ist

Silikon bildet auf der Oberfläche einen dünnen, nicht fettenden Film. Der SANIT-Herstellertext nennt die Anwendungen, die in der Haustechnik täglich vorkommen: Riemen, Lager, Führungsschienen, Türen und Scharniere – überall dort, wo etwas gleiten soll, ohne dass ein Ölfilm Staub bindet. Der zweite Nutzen ist die Pflege: Gummi- und Kunststoffteile werden dauerhaft vor Versprödung geschützt. Für den Hausmeisterdienst heißt das konkret: Türdichtungen, Fensterdichtungen, Kunststoffbeschläge, Rollen und Schienen.

Das Fermit Silikon-Spray (Art. 09136) ist als fett- und ölfreies Gleit-, Trenn-, Schutz- und Pflegemittel für Industrie und Handwerk ausgewiesen, für Metall, Kunststoff, Gummi, Leder und Chrom, und laut Datenblatt für den Einsatz in lebensmittelnahen Bereichen geeignet – ein direkter Kontakt mit Lebensmitteln ist dabei zu vermeiden. Zusätzlich ist es als Trennstoff für die Kunststofftechnik ausgewiesen.

Anwendung laut SANIT: aus 20–30 cm Entfernung aufsprühen, kurz warten.

Wo Silikonspray nicht hingehört

Rohrverbindungen. Für Steckmuffen von Rohrsystemen ist das vom Rohrhersteller vorgesehene Gleitmittel gedacht – und in der Trinkwasserinstallation zwingend ein dafür zugelassenes. Das SANIT Gleitmittel (Art. 3079) ist DVGW-zertifiziert und laut Hersteller für Trinkwasserinstallationen zugelassen; es ist ausdrücklich frei von Silikon, Mineralöl, Säuren, Laugen und Chlorverbindungen, nicht hautreizend, biologisch abbaubar und bis −5 °C verarbeitbar. Genau diese Freiheit von Silikon ist der Grund, warum ein Silikonspray dort nicht die Alternative ist.

Lackier- und Klebeflächen. Silikonrückstände führen zu Benetzungsstörungen – der Lack bildet Krater, der Kleber haftet nicht. In Werkstätten gilt deshalb: kein Silikonspray in der Nähe von Flächen, die anschließend beschichtet oder geklebt werden.

Festsitzende Verschraubungen. Silikon hat keine Kriechwirkung. Zum Lösen von Rost und zum Beseitigen von Quietsch- und Klemmgeräuschen ist ein Kriechöl vorgesehen – das SANIT Universalöl (Art. 3207) ist laut Hersteller als Rostlöser, Korrosionsschutz, Kriechöl und Kontaktspray verwendbar, verdrängt Wasser und hinterlässt einen farblosen, nicht harzenden Ölfilm.

Die Nachteile, die im Datenblatt stehen – und die, die man kennen muss

  • Silikonfilm ist dauerhaft und schwer zu entfernen: gut für die Dichtung, schlecht für die Fläche daneben.
  • Keine Trinkwasser-Zulassung: Für Bauteile, die Trinkwasser führen, ist die Eignung artikelbezogen zu prüfen; die geführten Silikonsprays sind dafür nicht ausgewiesen, das Gleitmittel 3079 ist es.
  • Keine Kriech- und Rostlösewirkung – das ist die Aufgabe des Universalöls.
  • Bei Lebensmittelnähe zählt die Herstellerangabe: Das Fermit Silikon-Spray ist für lebensmittelnahe Bereiche geeignet, der direkte Kontakt mit Lebensmitteln ist zu vermeiden.

Häufige Fragen zu Silikonspray

Für was ist Silikonspray gut?

Als Gleit-, Trenn- und Pflegemittel für Gummi, Kunststoff, Holz und Metall: Es hält Türen, Scharniere, Führungsschienen, Riemen und Lager gängig und schützt Gummi- und Kunststoffteile dauerhaft vor Versprödung, ohne zu fetten. In der Haustechnik sind das Tür- und Fensterdichtungen, Beschläge, Rollen und Schienen – laut Herstellerangabe zum SANIT Silikonspray (Art. 3095) aus 20–30 cm Abstand aufgesprüht.

Was sind die Nachteile von Silikonspray?

Der Silikonfilm ist schwer zu entfernen und stört auf Flächen, die später lackiert oder geklebt werden. Es hat keine Kriech- und Rostlösewirkung, ersetzt also kein Kriechöl. Und es ist kein Gleitmittel für Rohrverbindungen: In der Trinkwasserinstallation braucht es ein zugelassenes, silikonfreies Gleitmittel wie das DVGW-zertifizierte SANIT Gleitmittel (Art. 3079).

Ist Silikonspray gut für Gummidichtungen?

Ja, dafür ist es gemacht: Laut Hersteller pflegt und schützt das SANIT Silikonspray Gummi- und Kunststoffteile dauerhaft vor Versprödung, ohne sie zu fetten. Das gilt für Dichtungen an Türen, Fenstern, Deckeln und Beschlägen. Ausgenommen sind Dichtungen, die Trinkwasser führen – dort entscheidet die artikelbezogene Zulassung, nicht die Gummiverträglichkeit.

Wie kann man Gummidichtungen wieder geschmeidig machen?

Reinigen, trocknen, dünn mit Silikonspray einsprühen und kurz einwirken lassen – der Silikonfilm hält die Dichtung geschmeidig und schützt sie vor weiterer Versprödung. Eine Dichtung, die bereits Risse hat oder hart geworden ist, bleibt hart: Dann wird sie getauscht, das Spray verlängert nur die Lebensdauer einer intakten Dichtung.

Was ist besser als Silikonspray?

Das hängt von der Aufgabe ab, nicht vom Produkt. Für Rohrverbindungen ist ein zugelassenes Gleitmittel besser – das SANIT Gleitmittel (Art. 3079) ist DVGW-zertifiziert und silikonfrei. Für festsitzende Verschraubungen, Rost und Quietschgeräusche ist ein Kriechöl besser – das SANIT Universalöl (Art. 3207). Für das Pflegen von Gummi und Kunststoff ohne Fettfilm ist Silikonspray selbst die richtige Wahl.

Darf Silikonspray in Trinkwasserinstallationen verwendet werden?

Nicht pauschal. Für Bauteile, die Trinkwasser führen, gelten strengere Anforderungen als für die Beschlagpflege; die geführten Silikonsprays sind dafür nicht ausgewiesen. Vorgesehen ist ein zugelassenes Gleitmittel: Das SANIT Gleitmittel (Art. 3079) ist laut Hersteller DVGW-zertifiziert und für Trinkwasserinstallationen zugelassen.

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